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Sonntag, 6. Juni 2010

Ersatzteile vom Klotzenhof

Das verlängerte Wochenende haben wir in dem kleinen Dorf verbracht, wo mein Freund herkommt. Dort in der Nähe liegt der Klotzenhof, eine idyllische Ansammlung von Gebäuden auf einer Lichtung mitten im Nirgendwo. Ich habe ein paar Tage vorher bei Wolle Traub telefonisch ein paar Ersatzteile für mein Spinnrad bestellt. Der Laden hat leider an dem Brückentag geschlossen. Doch ich hatte das Glück, dass einer der Mitarbeiter an dem Feiertag privat zum Klotzenhof gefahren ist und mir die Ersatzteile dorthin gebracht hat. Er hat sich dann auch gleich das Spinnrad angeschaut und es als in sehr gutem Zustand befunden und mir gezeigt,  wo und wie ich es ölen und wachsen soll, damit es rund läuft.

Während wir uns übers Spinnen unterhalten, schreit die Bäuerin auf: "Nicht in meinen Garten!" und rennt aus der Landwerkstatt hinaus. Ein Blick zum Fenster sagt alles: ein paar rauwollige pommersche Schafe auf dem Weg in den Gemüsegarten!

Kurz darauf kommt sie wieder und bringt drei Säcke mit frischer Schafswolle mit. Einer davon war gefüllt mit 985g dunkelgrauer, fast schwarzer Lammwolle. Bei dem Anblick konnte sogar mein Freund nicht wiederstehen und hat nur gesagt:"Wenn die vom Klotzenhof ist., dann ja!"

985g Lammwolle vom rauwolligen pommerschen Schaf vom Klotzenhof

Die Bilder sollen eigentlich die Qualität und Feinheit der Wolle verdeutlichen, aber sie sind nicht soooo gut geworden
 
Diese Lammwolle war in dem Augenblick indem ich sie gesehen habe, schon für einen Männerpulli verplant. Aber das muss noch bis nach meinen Prüfungen im Juli warten.

Und so bin ich mit einem einfädigen Standardspinnflügel, 2 Jumbospulen, Spinnflügelhalterungen, Antriebsriemen, Schmiermittel, Einzugshaken, Bremsschnur, Federn und wunderbarer Wolle nach Hause gekommen. Diese Dinge musste ich dann auch gleich montieren und anspinnen.


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Fasern: Regenbogenfarbene Merinowolle im Kammzug von Wollezwerg

Samstag, 29. Mai 2010

Ein Spinnrad...

... ist am Freitag bei mir eingezogen.

Nachdem ich bei Wolle Traub im Januar ein paar Spinnräder in echt bestaunen durfte, war ich mir sicher, dass ich auch eins brauche. Ich habe ein paar Wochen gezielt nach gebrauchten modernen Spinnrädern im Internet gesucht, aber kein passendes gefunden. Also hab ich das ganze erst einmal auf später verlegt.


Und wie der Zufall will, bekomme ich am Montag eine Nachricht, dass in der Nähe vom Bodensee jemand ein Spinnrad verkaufen will. Eigentlich war die Angelegenheit ja vertagt, doch ich konnte nicht widerstehen und habe angefragt was das Rad kostet und eine Freundin um kundigen Beistand gebeten.


Tja und so kam es dazu, dass ich am Freitag mit meinem Freund nach Friedrichshafen gefahren bin und mein aller erstes Spinnrad abgeholt habe... ein Ashford Traditional. Ausgestattet mit Jumbospinnflügel statt einem Standard Spinnflügel, Lazy Kate, 3 standard Spulen und 1 Jumbospule ist es doch ein ganz gutes Anfängerrad. Das Rad ist in sehr gutem Gesamtzustand, lässt sich leicht treten und schnurrt richtig schön vor sich hin. Leider eiert das Laufrad leicht, aber das werde ich auch noch hinbekommen.

Laut der Timeline auf der Homepage der Firma Ashford wurde dieses Modell zwischen 1982 und 1991 gebaut. Und für dieses Alter ist das Rad in sehr gutem Zustand, mit leichten Gebrauchsspuren. Die Vorbesitzerin hat es gut gepflegt und relativ viel damit gesponnen.

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Und weil ich mich daheim natürlich nicht davon abhalten, konnte das Spinnrad auszuprobieren habe ich gleich ein halbes Batt, das ich zu dem Rad dazubekommen habe, versponnen. Und nun kommt mein erstes Spulenbild... das muss ich jetzt einfach mal machen :-D